Gleich wie beim Mastering geht es hier bereits nicht mehr um den Mix, sondern um den Klang im Allgemeinen und die Lautstärke beziehungsweise Intensität des Songs.
Manchmal möchte man sich aber die Möglichkeit offen lassen, dass im Mix noch etwas geändert werden kann. Das kommt infrage, wenn sich der Mischer mit dem Mix nicht ganz sicher ist oder der Mix in einem semiprofessionellen Umfeld erstellt wurde.
Der Mastering-Engineer kann dann auf einzelne Stems, also Gruppen von Instrumenten, zugreifen und diese im Klang so verändern, dass sie besser zusammenpassen. Bei Stem-Mastering geht es also nicht ums Mischen, sondern darum, nach dem Mischen gewisse Korrekturen machen zu können.
Sinnvolle Stems
- Basedrum / Kick
- Bass
- Drums ohne Basedrum / Kick
- Instrumente, also alles mit Melodie
- Vocals / Stimmen
- Effekte
Schicken Sie also nicht einfach alle Spuren eines Songs. Das wäre dann ein Mixing-Auftrag.
Wichtig: Wenn man die Stems in ein Projekt zieht und alle Fader auf 0 lässt, muss das Ergebnis genau gleich klingen wie der Stereo-Mix. Man kann das prüfen, indem man Stems und Stereo-Output in ein Projekt zieht und beim Stereo-Track die Phase kehrt. Wenn nun nichts mehr zu hören ist, hat der Export funktioniert.
PS: Stems sagt man wirklich mit E, nicht mit I.
Cubeaudio Studios zeigen das gut in ihrem Tutorial: Youtube Stem Mastering.