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NSB Rec. Studios Zug
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Grundlagen Hörphysiologie und Psychoakustik
Wellenausbreitung im Raum, Druckstau

Druckstau

Schallwellen haben je nach Tonhöhe eine andere Länge. Der tiefste Ton den wir noch als Ton wahrnehmen ist 20 HZ und hat eine Wellenlänge von 17.1 Meter. Das Kammer-A 440 HZ 78 cm und die Zischlaute unserer menschlichen Sprache liegen bei 1000 HZ 34 cm. Die höchsten Töne welche wir hören ca. 16'000 HZ sind gerade noch 2.1 cm lang. Die Ausbreitung dieser verschiedenen Wellenlängen ist sehr verschieden. Für die tiefen Töne gilt, dass sie nur schwer durch Hindernisse gebremst werden. Schallwellen gehen durch jedes Hindernis hindurch, welches kleiner als sie selbst ist.

Befindet sich also eine Säule in einem Konzertsaal, dann werden vor der Säule alle hohen Töne reflektiert (a) und alle tiefen gehen hindurch (b).
Bei der Reflexion vor der Säule werden die Wellen zum Teil kumuliert. Wir empfinden diese Frequenzen zum Teil lauter als der Rest der Musik.

Dieser Effekt wird auch bei einigen Mikrofonen z. B. dem Grenzflächenmikrofon, aber auch bei vielen grossmembranigen Mikrofonen bewusst genutzt um teile des Frequenzspektrums in der Lautstärke anzuheben. Druckstau entsteht auch an den Wänden in den Räumen, weshalb man sich beim Aufnehmen immer vor Wänden, Böden, und Decken in acht nehmen sollte.


Diese Beispiele der Psychoakustik dienen einem besseren Verständis für die Raumakustik und das Mikrofonieren. Grundlagen des Recordings und Mixdowns. 

Der Onlinelehrgang ist eine Kurzfassung und als Stütze für die Absolventen unserer Workshops gedacht. Melden Sie sich auch auf unserer Facebook Gruppe an. 



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